Es gibt auch einige deutschsprachige Einstiegsbücher. Diese Werke hiesiger Autoren sind aber nicht wirklich empfehlenswert. Es wimmelt vielmehr von Querverweisen auf die Standardwerke. Und warum sollte man sich dann für die Kopie entscheiden?

Sklansky „Hold’em Poker“

Sklansky „Hold’em Poker“

Sklansky „Hold’em Poker“

In diesem Werk geht es um die Regeln und Besonderheiten des Pokerspiels. Man bekommt einen ersten Einblick über die Strategie beim Poker. Nach der Lektüre hat man entweder Blut geleckt oder sucht sich ein anderes Betätigungsfeld.

Insgesamt hat es mir Lust auf das Spiel gemacht und mir die Panik vor englischer Lektüre genommen. Besitzer des Buches dürfen sich wohl rühmen eines der hässlichsten Cover im Regal zu besitzen ☺

Wertung/Empfehlung:
Für einen ersten Einblick in das Pokerspiel ok. Mit dem Kauf macht man natürlich keinen Fehler (ist eben ein Sklansky), aber es gibt bessere Startbücher.

Hilger „Internet Texas Hold’em“

Hilger „Internet Texas Hold’em“

Hilger „Internet Texas Hold’em“

Hier erzählt ein Pokerprofi von seinen Erfahrungen in Sachen Poker und erklärt das Spiel vorbildlich. Es werden sämtliche Konzepte anschaulich erklärt. Starthand-Chart, Positionen und spezielle Spielsituationen werden mit Beispielen erläutert. Auch der Bereich des Online-Pokerns wird ausreichend berücksichtigt.

Wertung/Empfehlung:
Mit diesem Buch macht man alles richtig. Man lernt das Spiel inklusive wichtiger Taktiken kennen. Strategische Kniffe, Odds, Outs, Positionen, Online-Tells …. alles enthalten. Hier gilt deshalb das Motto: Wer hier nicht kauft, der klaut bei Aldi –

Yao „Weighing the odds in Hold’em Poker“

Yao „Weighing the odds in Hold’em Poker“

Yao „Weighing the odds in Hold’em Poker“

Ein weiterer Profi erzählt vom Spiel und inhaltlich werden auch hier die wichtigen Konzepte/Strategien gut aufbereitet. Yao stellt eine Alternative Odds/Outs-Berechnung vor.
Besonderheit des Buches ist das Kapitel über Shorthanded-Poker. Während sich die Bücher grundsätzlich auf Fullring-Tische beziehen, hat Yao ein gutes Kapitel zum Thema 6max geschrieben. Hier wird deutlich, in welcher Art und Weise das Spiel anzupassen ist.

Wertung/Empfehlung:
Das Buch ist nicht wirklich schlechter als das von Hilger, trotzdem würde ich mich im Zweifelsfall für das Hilger-Werk entscheiden. Für Yao spricht natürlich das 6max-Kapitel. Nach meiner bescheidenen Meinung sollte man beide Bücher kaufen. Da ich nicht gerne Bücher doppelt lese, sind die  Hilger/Yao -Bücher eine schöne Kombination um die Konzepte nochmals nachzuarbeiten und tatsächlich zu verstehen. Deshalb: → Kaufempfehlung.

Malmuth „Fundamentals of Poker“

Malmuth „Fundamentals of Poker“

Malmuth „Fundamentals of Poker“

Regelwerk zu bekannten Pokervarianten (Hold’em/Stud). Eher ein Heft statt Buch. Ich hab’s mal als Bestellbeilage erhalten. Für einen Pokerspieler natürlich eine nettere Beilage als eine kleine Tüte Goldbären. Aber die Spielregeln bekommt man an allen Ecken im I-net und Besonderheiten sucht man vergebens.

Wertung/Empfehlung:
Ein Regelheft das man in der heutigen Zeit nicht wirklich braucht .

Phil Gordon „Poker the real deal“

Gordon erzählt vom Poker, Regeln, Etikette und Besonderheiten. Für den interessierten Einsteiger der Hilger und Yao gelesen hat und einfach etwas Tellerrandwissen konsumieren möchte okay. Wenn man dieses Buch auf das Thema Musik übertragen würde, wäre es wohl Fahrstuhlsmusik.

Phil Gordon „Poker the real deal“

Phil Gordon „Poker the real deal“

Wertung/Empfehlung:
Mir hat Gordons „little green book“ sehr gut gefallen (sh. unten). Deshalb hab ich „real Deal“ einfach auf den nächsten Bestellzettel gepackt. Natürlich kann man auch seichte Kost mal genießen. Aber weitergeholfen hat mir das Buch nicht wirklich.

Sklansky/Miller „Small Stakes Hold’em“

Wer dieses Buch nicht kennt hat an den Pokertischen nichts verloren. Basta. Ein Standardwerk das alle anderen Bücher/Autoren beeinflusst hat. Die hier etablierten Ausdrücke und Konzepte  ziehen sich wie ein roter Faden durch Pokerbücher und Diskussionen. Auch der Aufbau mit den Handbesprechungen war Vorbild für andere Autoren. Inzwischen ist auch diese Buch in deutscher Übersetzung erhältlich.

Sklansky Miller „Small Stakes Hold’em“

Sklansky Miller „Small Stakes Hold’em“

Dem Leser werden die Vorteile des aggressiven Spiels deutlich gemacht. Diverse Situationen werden erklärt und analysiert. Implied Odds, Overcards, suited Connectors. Hier bleibt nichts auf der Strecke.

Wertung/Empfehlung:
Ich bin nicht am Umsatz beteiligt, sonst würde ich hier direkt einen Link zu Amazon oder pokerbooks eintragen ☺ Das A und O des Pokerns und eine wichtige Grundlage für den Step in Richtung „Fortgeschrittener“.


Sklansky „The Theory of Poker“

Sklansky „The Theory of Poker“

Sklansky „The Theory of Poker“

Auch ein Klassiker. Vom Mathematiker für ….. ja für uns.  Wenn man sich dieses Buch vornimmt, sollte man schon vom Pokervirus befallen sein. Sonst könnte man sich vom trockenen (Theorie eben!) Stoff abschrecken lassen.

Inhaltlich ist dieses Buch jenseits jeder Kritik und Grundlage für viele andere Werke. Den Hold’em-Spieler werden die Stud-Handbesprechungen nicht gefallen – aber spätestens beim nächsten H.O.R.S.E-Turnier fängt man verzweifelt mit dem Blättern an ☺

Wertung/Empfehlung:
Wenn die Voraussetzungen stimmen (Grundlage durch Hilger, Yao und Lust auf mehr Input), sollte dieser Klassiker auf dem Speiseplan stehen.