Wenn man sich durch die wichtige Einsteigerlektüre gearbeitet hat, darf man sich mit erweiterten Konzepten den Rest geben. Ohne Fleiß gibt’s eben keinen Preis.

Allerdings verschwimmen bei der weiteren Literatur die Grenzen ein wenig. Beispielsweise ist die gute Turnierliteratur natürlich auch für das No-Limit-Poker sinnvoll und umgekehrt. Hier gibt es deshalb keine sture Reihenfolge. Vielmehr sollte man nach Lust und Laune bzw. nach Pokervorliebe zuschlagen.

Brunson „Super System 2“

Brunson „Super System 2“

Brunson „Super System 2“

Vom Godfather of Poker darf man nichts anderes als die Pokerbibel erwarten. Ein Klassiker in der 2. Auflage. (Super System 1 ist immer noch erhältlich und enthält ein Kapitel Stud-Poker von Chip Reese das in der 2. Ausgabe leider entfiel). Diverse Profis (Negreanu, Harman, Todd Brunson, Doyle Brunson …) schreiben zu einzelnen Pokervarianten. Außerdem ist noch die interessante Lebensgeschichte von Texas Dolly Brunson zu vermerken. Das Buch deckt also sämtliche Bereiche des Pokerspiels ab und überfordert deshalb leicht.

Beim ersten Lesen war ich insbesondere vom No-Limit-Kapitel (Doyle Brunson) enttäuscht. Mit zunehmender Spielerfahrung muss ich mein erstes Urteil allerdings immer mehr revidieren. Ganz nach Bedarf kann man mit diesem Schinken seinen Pokerhorizont erweitern und Einblicke in Omaha, Stud, Limit, NL und Triple Draw erhalten.

Wertung/Empfehlung:
Nach den ersten Limit-Büchern hab ich mich mit diesem Werk überfordert. Die meisten Varianten interessierten mich nicht und der No-Limit-Bereich war mir als Limit-Spieler nicht konkret genug. Da das Buch einen Riesenhype hat, war ich eher enttäuscht. Im Nachhinein kann ich mich mit dem Hype eher anfreunden und kann es dem Fortgeschrittenen tatsächlich empfehlen. Außerdem muss man die Geschichte von Doyle Brunson kennen

Sklansky/Miller „Hold’em Poker for advanced Players“

Sklansky Miller „Hold’em Poker for advanced Players“

Sklansky Miller „Hold’em Poker for advanced Players“

Wie der Titel schon verrät, hier ist der erfahrene Spieler in der Zielgruppe. Hatte ich schon erwähnt, dass Sklansky seine Arroganz allein mit diesem Buch rechtfertigen könnte? ^^
An diesem Buch gibt es nichts zu kritteln. Natürlich ist auch hier Limit-Hold’em Programm. Aber die Konzepte und die verschiedenen strategischen Überlegungen gelten für sämtliche Pokervarianten.

Wertung/Empfehlung:
Die einzige Frage die sich hier stellt ist: Wie oft sollte man das Buch lesen bzw. in welchem Zeitabstand.

Hilger „Odds and Prohabilities“

Hilger „Odds and Prohabilities“

Hilger „Odds and Prohabilities“

Hier werden Hände und Konstellationen analysiert bis Blut kommt. Abgerundet mit netten Tabellen bekommt man hier ein Gespür für Wertigkeiten der Hände und wundert sich öfters über die Prozentzahlen im Heads-Up-Vergleich von Luschen und Monstern ☺

Wertung/Empfehlung:
Natürlich kann man mit den Odds-Rechnern wie Pokerstove selber herumspielen und die Tabellen findet man bestimmt auch im I-Net. Trotzdem ist dies eine nette Lektüre für zwischendurch. In Sachen Steal-Blinds und Handranges sicherlich empfehlenswert.