Seit einiger Zeit lässt sich ein neuer Trend im Poker-Sektor beobachten. So widmen sich zunehmend viele Spieler dem Open Face Chinese Poker, welches sich in seinen Regeln deutlich von etablierten Pokervarianten unterscheidet. Doch auf welchen Regeln basiert Open Face Chinese Poker eigentlich, wie laufen die Spielrunden ab und an welche Strategien sollte sich der Spieler halten?

Grundsätzlich können an einer Runde Open Face Chinese Poker zwei bis vier Spieler teilnehmen, wobei ebenso mit dem klassischen Pokerblatt und 52 Karten gespielt wird. Das Grundziel des Spiels besteht dann darin, drei Pokerhände aus 13 Karten zu bilden. Bei diesen Händen handelt es sich um die Back- und Middle-Hand, welche aus jeweils fünf Karten bestehen sowie die Front-Hand, welche sich aus lediglich drei Karten zusammensetzt. Am Ende einer Runde erhält dann derjenige Spieler Punkte, welcher es schafft, stärkere Hände als die Gegner zu bilden. Die genaue Punktevergabe unterliegt dabei folgenden Regeln. So erhält ein Spieler sechs Punkte zugesprochen, sobald es ihm gelingt, die stärkere Hand in allen Bereichen zu bilden. Zwei bessere Hands geben hingegen nur noch einen Punkt. Sobald der Spieler lediglich eine bessere Hand vorzuweisen hat oder alle seine Hände überboten werden, werden dem Punktestand letztlich ein beziehungsweise sechs Punkte abgezogen. Daneben kann die Punktzahl einer Runde noch durch so genannte Royalties beeinflusst werden. Hierbei handelt es sich um bestimmte Kartenkombinationen, welche bei der Front-, Middle- oder Back-Hand erzielt werden. Wird beispielsweise eine Straße in der Middle-Hand gehalten und führt zum Gewinn, werden dem Spieler vier Extrapunkte zugeschrieben.

Der Spielablauf gestaltet sich bei Open Face Chinese Poker wie folgt. So erhält jeder Spieler fünf Karten, welche er anschließend offen vor sich auf drei Slots verteilen muss. Diese drei Slots entsprechen dabei den genannten Front-, Middle- und Back-Hands. Dabei steht es dem Spieler offen, wie die Verteilung erfolgt. Es besteht lediglich die Einschränkung, dass einmal abgelegte Karten nicht mehr auf andere Hands verschoben werden dürfen. Anschließend werden den Spielern rundenweise neue Karten ausgeteilt, welche ebenso direkt den Hands zugewiesen werden müssen. Nachdem jeder Spieler 13 Karten erhalten und seine Hands gebildet hat, erfolgt die Abrechnung nach dem genannten Punkteschema.

Zur Strategie lässt sich bei Open Face Chinese Poker letztlich noch anmerken, dass sich Anfänger vor allem darauf konzentrieren sollten, gültige Hände zu bilden. So mag eine aggressive Spielweise zwar die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Royalties erhöhen. Jedoch passiert es in diesem Fall auch häufig, dass keine Gewinnkombinationen gebildet werden können und der Spieler dementsprechend in allen Hands das schlechtere Blatt vorzuweisen hat.