Gerade beim Thema Poker ist die Psychologie nicht zu unterschätzen. Wie tickt der Gegner, warum spielt er so sind nur Teilbereiche. Noch wichtiger ist die Analyse seiner eigenen Stärken und Schwächen. Wo ist mein Schwachpunkt, wie ist meine Erwartungshaltung und passt dies zum Spiel. Wie gehe ich mit Pechsträhnen um. Wie wirkt sich meine Stimmung auf meine Spielweise aus?

In der Pokerwelt ist der Grat vom Größenwahn zur Depression schmal!

Wenn die theoretische Grundlage geschaffen ist, wird es dehalb höchste Zeit den Psycho-Teil folgen zu lassen. Dann klappt es auch mit der Gratwanderung

 

Mike Caro „Caro’s Book of Pokertells“

Mike Caro „Caro’s Book of Pokertells“

Mike Caro „Caro’s Book of Pokertells“

Jeder der auch mal Live spielen möchte, sollte dieses Buch kennen. Die Fotos wirken zwar nostalgisch aber der Inhalt wird auch noch die nächsten Jahrzehnte aktuell bleiben. Legendär ist das Motto „strong means weak and weak means strong“. Dieser Spruch zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und ist eine der ganz großen Pokerweisheiten.

Wertung/Empfehlung:
Ein großer Reiz vom Livespiel sind die Tells der Gegner. Wie verhält sich der Spieler und welche Hand zeigt er danach …. Die Lektüre dieses Buches hilft einem die Reads wahrzunehmen und zu verbessern.

 

 

Schoonmaker „The Psychology of Poker“

Schoonmaker „The Psychology of Poker“

Schoonmaker „The Psychology of Poker“

Schoonmaker hat auch im Cardplayer-Magazine bereits viele Artikel zum Thema Psychologie im Pokerspiel veröffentlicht. Im Online-Archiv sind diese verfügbar … also ab in’s Internet ☺

In diesem Standardwerk geht Schoonmaker auf die verschiedenen Spielertypen ein und charakterisiert diese. Man bekommt Hilfestellung sich selbst zu hinterfragen und anschließend werden Stärken und Schwächen der einzelnen Spielercharaktere beleuchtet.

Wertung /Empfehlung:
Das Buch ist gut gegliedert und verständlich geschrieben. Angst vor psychologischen Tiefgang und Gehirnwäsche ist also unbegründet. Jeder der sich ernsthaft mit dem Pokerspiel beschäftigt benötigt dieses Basiswissen

 

 

Phillips „Zen and the Art of Poker“

Phillips „Zen and the Art of Poker“

Phillips „Zen and the Art of Poker“

Der Weg ist das Ziel. Asiatische Weisheiten sind nicht nur für Glückskekse geeignet. Der Autor bringt die Zen-Philosophie mit dem Pokerspiel in Verbindung und hilft die Einstellung zum Spiel zu verbessern. In kleinen Kapiteln wird man zwar nicht zum besseren Menschen aber ganz bestimmt zum gelasseneren Spieler. Und je ausgeglichener man an den Tischen agiert umso besser die Entscheidungen und ….

Wertung/Empfehlung:
Vor der Session sollte man sich über die eigene Stimmung ein Bild machen. Habe ich Lust auf das Spiel? Was beinhaltet das Spiel? Du spielst um richtige Entscheidungen zu treffen – der Geldgewinn ist höchstens ein Nebeneffekt! Wenn Du eine Stunde spielst und NUR foldest, war das trotzdem eine gute Stunde wenn die Entscheidungen korrekt waren.
Wenn man sich auf diese Gedankengänge einlässt (und die haben Hand und Fuß), kann man ersparen. Gerade wenn es an den Tischen nicht so gut läuft, kann einem ein Kapitel sich manches tilten aus dem Zen-Buch wieder auf die Beine helfen.

 

 

Phillips „Tao of Poker“

Phillips „Tao of Poker“

Phillips „Tao of Poker“

Der Nachfolger mit weiteren goldenen Regeln zum Pokerspiel. 285 Regeln die einem im Leben und am Pokertisch weiterhelfen. Während sich Zen auf den Spieler konzentrierte, ist beim TAO das Spiel selbst im Fokus.

Wertung/Empfehlung:
Wenn einem das Zen-Buch gut gefiel, ist Tao mit Sicherheit kein Fehlgriff. Regeln wie „“If you do make a mistake, correct is as soon as you can“ darf man sich erläutern lassen und sollte sich im richtigen Moment daran erinnern. Insgesamt ist dieses Buch gut, hat mir aber nicht so gut gefallen wie Zen.

 

 

Hilger/Taylor „The Poker Mindset“

Hilger Taylor „The Poker Mindset“

Hilger Taylor „The Poker Mindset“

Hilger und Taylor haben sich an eine aktuelle Version von „Psychology of Poker“ gewagt und ein umfassendes Werk abgeliefert. Auf angenehm lockere Art wird man durch die komplexen Denkstrukturen geführt. Welche Kleinigkeiten das Spielergebnis massiv beeinflussen wird gerade im Hinblick auf „Tilt in seinen Variationen“ sehr deutlich.

Wertung/Empfehlung
Wenn man sich nur EIN Buch zum Thema Psychologie besorgen möchte, dann sollte es wohl Poker Mindset sein. Hier bekommt man das Rundumsorglospaket. Glück, kurzfristige Spielerfolge, Bankrollmanagement und psychologische Tücken/Fallen werden skizziert/erklärt.