Harrington „Harrington on Hold’em Vol I, II, III“

Harrington „Harrington on Hold’em Vol III“

Harrington „Harrington on Hold’em Vol III“

Schwerpunkt der Bücher ist in allen Bänden das Turnierspiel. Die Dynamik der begrenzten Chips und steigenden Blinds werden in Verbindung zur eigenen Spielweise gebracht. Harrington schuf mit dem „M-Wert“ einen Pokerterminus der nun zum Allgemeingut gehört (M = SB+BB/Chipstack). In dem Buch werden dann verschiedene Turnierphasen anhand des M’s mit Konsequenzen auf die Starthandhauswahl erläutert.

Alle 3 Bücher von Dan Harrington sind inzwischen in deutscher Übersetzung erhältlich.

Band 1 behandelt die frühe Turnierphase und Band II das späte Turnierspiel mit niedrigen M-Werten und dem Heads-Up-Spiel. Band 3 ist ein „Workbook“ in dem ausschließlich besondere Hände von Profis besprochen und analysiert werden.

Wertung/Empfehlung:
Sklansky hat mit Theory of Poker, SSHE und Hold’em for advanced Players Standardwerke für das Limit-Poker geschaffen. Gleiches ist Dan Harrington mit seinen 3 Bänden zum Thema Hold’em Turnier gelungen. Jeder Pokerspieler wird zwischendurch vom Turnierehrgeiz gepackt, dann sollte man die  Spieltheorie von „Action-Dan“ kennen.

 

 

Sklansky „Tournament Poker for advanced Players“

Sklansky „Tournament Poker for advanced Players“

Sklansky „Tournament Poker for advanced Players“

Auch David Sklansky hat sich mit den Pokerturnieren beschäftigt. Auch wenn das Buch besser als der Durchschnitt ist, erfüllt es die Erwartungen an einen „echten Sklansky“ eher nicht. Natürlich sind auch hier die Konzepte fundiert und das vermittelte Wissen wertvoll. Aber weltbewegendes ist eben nicht dabei.

Interessant ist das „Konzept für Einsteiger“. Sklansky hat ein „System“ entwickelt, das es dem absoluten Anfänger ermöglicht gute Erfolge in den Turnieren zu erzielen. Durch konsequente Starthandauswahl (ebenfalls mit einer Art M-Wert)  inkl.„push or fold“-Taktik werden viele Techniken der guten Spieler zunichte gemacht. Mit diesem Konzept  kritisiert er die Turnierstrukturen im NL-Holdem und fordert mehr Mix-Games damit der Glücksfaktor minimiert wird.

Wertung/Empfehlung
Für eine Vertiefung der Spieltheorie nach Konsum der Harringtons aber durchaus ansprechende Kost. Für Einsteiger ist auch das „Sklansky-System“ eine gute Hilfe ohne Aufwand gute Resultate zu erzielen. Ein Freund von mir spielte mit dieser Anleitung ein 50-Personen Turnier und schaffte es auf den 2. Platz.

 

 

Rodman/Nelson „Kill Phil“

Rodman/ Nelson „Kill Phil“

Rodman/ Nelson „Kill Phil“

Ähnlich wie das Sklansky-System werden in diesem Buch Konzepte für Einsteiger erläutert. Es gibt verschiedene Stufen …. je nach Spielerfahrung. Das System funktioniert allerdings nur dann, wenn viele gute Spieler beteiligt sind. Ohne mit
denkende Gegner sind Erfolge ähnlich wahrscheinlich wie beim Lotto.

Wertung/Empfehlung:
Ich habe das Buch nicht vollständig durchgearbeitet …werde aber bestimmt noch darauf zurückkommen. Grund für die Lektüre ist allerdings nicht die Anwendung der Konzepte sondern das Kennenlernen. Da viele Anfänger mit dieser Spielweise loslegen werden, möchte man schließlich wissen nach welchem Muster diese die Chips bewegen.

 

 

Tom McEvoy „Tournament Poker“

Tom McEvoy „Tournament Poker“

Tom McEvoy „Tournament Poker“

Hatte ich schon von Pokerhaudegen erzählt? Diese fassen Pokerweisheiten zusammen und verkaufen das ganze dann als Buch. Hier ein weiteres Beispiel. Immer wieder wird auf tighte Spielweise und andere wesentlichen Taktiken des Pokerspiels hingewiesen. Leider langweilt das bereits nach wenigen Kapiteln und aus allen anderen Büchern lässt sich mehr entnehmen.

Wertung/Empfehlung:
Ich habe das Buch irgendwo als Prämie erhalten. Einen Kaufpreis wär’s nicht wert gewesen …. Deshalb:

 

 

Erik Lindgren „Making the final table“

Erik Lindgren „Making the final table“

Erik Lindgren „Making the final table“

Erik Lindgren ist einer der erfolgreichsten WPT-Spieler. In diesem (nicht all zu dicken) Buch beschreibt er seine Spielweise. Wenn man die Harrington-Bücher gelesen hat, eignet sich dieses Buch um die Gedankengänge und Möglichkeiten einer Loose-Aggressiven Spielweise zu erfahren.

Wertung/Empfehlung:
Mir ist der Spieler sympathisch und ich war neugierig auf seine „Nähkästchenplauderei“. Obwohl ich eher tight spiele, hat mir dieses Buch gut gefallen, da man mit einem anderen Spielstil vertraut gemacht wird. Es gibt einem die Möglichkeit die Spielweise auch mal (und sei’s nur für eine Zeitlang) zu ändern. Man wird hierdurch unberechenbarer und kann seinem Turnierspiel einen Kick geben.

 

 

Full Tilt Poker Strategy Guide „Tournament Edition“

Full Tilt Poker Strategy Guide „Tournament Edition“

Full Tilt Poker Strategy Guide „Tournament Edition“

Im Team Full Tilt sind einige der besten Pokerspieler der Welt. Wenn sich Profis wie Ted Forrest, Phil Gordon, Howard Lederer, David Grey, Gavin Smith und Huck Seed zu einer Sammlung von Pokerartikeln zusammentun, ist einiges zu erwarten. Erfreulicherweise wird man nicht enttäuscht. Ähnlich wie bei Super System ist eine interessante Sammlung zusammengekommen.

Andy Bloch geht das Spiel von der mathematischen Seite an und vermittelt die Wertigkeit der Starthände Preflop. Howard Lederer professiert über NL und das Leverage-Konzept. Chris „Jesus“ Ferguson gibt Tipps zu Betting-Patterns. Gavin Smith erzählt vom Big Stack Play. Neben dem No-Limit Hold’em kommen auch die anderen Pokervarianten nicht zu kurz. Pot-Limit-Omaha und Omaha Eight or better wird von Ferguson und Mike Matusow behandelt. Seven-Card-Stud ist das Thema von David Grey. Ted Forrest verrät Tipps und Trick zu Stud Eight or better. Beim Kapitel zum Razz sagen sich Forrest und Huck Seed die Meinung.

Wertung/Empfehlung:
Auf über 400 Seiten gibt es viel Lesestoff für’s Geld. Erfahrene Turnierspieler erfahren zwar keine revolutionären Neuigkeiten, aber es gibt viele nützliche Anregungen. Der Autoren-Mix und die Betrachtung der verschiedenen Pokervarianten sorgen für nette Abwechslung